Deutsches Team nach Sieg über Russland nun im Spiel um Platz 5

Mit einer tollen Energieleistung, besonders in der zweiten Hälfte, besiegte die Fußball-Nationalmannschaft im ersten Platzierungsspiel um Platz 5 bis 8, ihren Angstgegner Russland mit 4:3 Toren. Trainer Frank Zürn hatte nach dem Aus im Halbfinale umgestellt und ließ Alexander Peters und Benjamin Christ von Beginn an spielen. Robin Bayer, sonst Sturmgarant, musste verletzungsbedingt zuschauen.

Schon in der vierten Minute erspielte sich die deutsche Elf eine Großchance. Benjamin Christ sah eine Lücke in der russischen Abwehr und passte in Strafraumhöhe zu Raisi Zalla. Nur noch den russischen Torwart vor sich, war Zallas Schuss allerdings zu harmlos. Wenige Minuten später das 0:1. Ein langer Pass der Russen überspielte die gesamte Abwehr der Deutschen. Andreas Fischer kam nicht mehr hinterher und Torwart Bölker kam zu zögerlich aus dem deutschen Tor, so dass Oleg Baklanov ungehindert einschießen konnte. Eine kalte Dusche für die Deutschen und es kam noch schlimmer. Schon in der 14. Minute das 0:2 aus Sicht der Deutschen. Wieder einmal wurde Fischer überlaufen, Baklanov konnte ungehindert quer durch den Strafraum passen und die Nr. 9 der Russen, Nikolay Afanasyev, brauchte nur noch einschieben. Die deutsche Abwehr spielte zu konfus und kam mit dem schnellen Umschaltspiel der Russen eins ums andere Mal nicht klar. In der 17. Minute, in ähnlicher Situation, fast das 0:3.

In der 24. Minute musste Abwehrchef Marc Christ länger behandelt werden. Beide Mannschaften nutzen wegen der Hitze jede kleine Behandlungspause um zu trinken. Schon morgens um zehn Uhr herrschten schon 30 Grad im Stadion von Carsamba. Nach einer feinen Einzelleistung der deutschen Nummer 7, Steven Nowark, in der 29. Minute, der Benjamin Christ mit einem Steilpass auf dem Elfmeterpunkt bedienen konnte, fiel das 1:2 für das deutsche Team. Aber schon zwei Minuten später wurde der alte Abstand mit dem 1:3 wieder hergestellt. Wieder eine hohe Flanke in den Strafraum, die deutsche Abwehr erneut zu unentschlossen. Ein leichtes Spiel für Nikolay Afanasyev, der damit sein zweites Tor erzielte. Kurz vor der Halbzeit musste Marc Christ erneut behandelt werden und eine Auswechslung bahnte sich an. Marcus Seeburger musste Christ ersetzen. Mit 1:3 ging es dann in die Halbzeit.

Trainer Zürn wechselte erneut aus. Mats-Hendrik Krämer blieb in der Kabine und Robert Hofmann kam ins Spiel, der mit diesem Natinonalmannschafts-Einsatz sein Debüt feierte. Nach dem Seitenwechsel ein ganz anders Bild. Das bisher sichere Passspiel der Russen war nicht mehr zu sehen. Dafür fand die deutsche Mannschaft zu ihren alten Tugenden zurück und drückte die russische Mannschaft mehr und mehr in ihre Hälfte. Endlich klappte das Umschaltspiel der Deutschen und das Spiel verlagerte sich auf die Außenbahnen. In der 55. Minute fast das 2:3. Nach einem langen Pass in die Mitte konnte Benjamin Christ den Ball alleinstehend nicht im russischen Tor unterbringen. Die Chancen der Deutschen häuften sich. Wenige Minuten später erneut ein schöner Pass von Zalla auf Christ. Wieder am Tor vorbei. Zum Haare raufen. Endlich in der 60. Minute der Anschlusstreffer zum 2:3. Benjamin Christ passte auf Zalla, der zog ab, der russische Torwart konnte nur abwehren, genau vor die Füße von Andre Zapf, der nur noch eindrücken musste.

In der 66. Minute dann ein Freistoß für Deutschland, ca. 25 Meter vor dem Tor der Russen. Steven Nowark legte sich den Ball zurecht. Mit einem schönen, direkten Schrägschuss, unhaltbar für den russischen Torwart, erzielte er den Ausgleich. Steven Nowark trieb das Spiel der Deutschen immer wieder über die linke Seite an. Das 4:3 dann für Deutschland in der 70. Minute. Benjamin Christ bediente Zalla und der köpfte aus 5 Metern unbedrängt ein. Eine Erlösung für die deutsche Mannschaft. Die Russen hatten einfach nichts mehr zuzusetzen.

15 Minuten vor Schluss ging Fabian Trappe angeschlagen vom Platz. Trainer Zürn wechselte Neuling Nick Bicakoglu ein. In den letzten Minuten dann noch zwei gelbe Karten für Benjamin Christ und Robert Hofmann.

Zweimal wurde es noch brenzlig: ein Freistoß der Russen auf der linken Seite ging knapp am Tor vorbei. Kurz darauf tanzte der Ball nach einem Freistoß noch auf der Latte aber die 4 Minuten Nachspielzeit reichten den Russen nicht mehr.

Der Fluch gegen Russland ist gebrochen. Deutschland spielt am Samstag den 29.07. um 10:00 Uhr gegen Großbritannien um Platz 5.

Trainer Zürn nach dem Spiel zur Mannschaft „endlich seid ihr aufgewacht und habt zu eurer Stärke gefunden. Wenn ihr so spielt, seid ihr bärenstark. Jetzt holen wir uns den 5.Platz und dann fahren wir nach Hause“.

Bericht: Peter Fiebiger, Fotos: Anton Schneid

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