Normalform reichte heute nicht gegen Kroatien im Spiel um Platz drei, um sich noch die Bronzemedaille des Handballturniers der 23. Sommer Deaflympics zu sichern. Durch die 22:24 Habfinalniederlage gegen die Türkei blieb der deutschen Mannschaft noch die Chance auf eine Medaille. Auch für den Gegner Kroatien eine ungewohnte Situation, seit 2001 viermaliger Deaflympicsieger, musste erstmals nach 16 Jahren nur noch um Bronze kämpfen. Auch sie verloren ihr Halbfinalspiel gegen Russland mit 30:31.

Die Motivation des Teams von Trainer Wolfgang Koch war sehr hoch, wollten sie doch endlich mal Kroatien schlagen. Nach 22 Sekunden das 1:0 durch Sebastian Klein.  Kurz danach der 1:1 Ausgleich. Durch zu schnelle Abschlussversuche, und ungenaue Anspiele gerieten die Deutschen nach einem 4:4 und 5:5 trotz Anfeuerung des Fanblocks, darunter auch DOSB Vizepräsidentin Prof. Dr. Doll-Tepper, in den Rückstand, dem sie immer hinterher liefen.

Erst nach 20 Minuten wurde das Spiel ausgeglichener, die deutsche Mannschaft erzielte den Ausgleich zum 7:7. In der 22. Minute und ging zum ersten Mal in Führung. Zwei Abspielfehler, Kroatien konterte blitzschnell, brachten wieder den 8:9 Rückstand. Zur Halbzeit stand es 11:13. Noch alles drin.

Zu Beginn der zweiten Hälfte, die deutsche Mannschaft schien noch in der Kabine zu sein, erhöhte Kroatien innerhalb von 5 Minuten auf 11:16. In der 10. Minute der zweiten Hälfte, dann sogar nach zwei Siebenmetern  zum 13:19, ein sechs Tore Rückstand. Die Bronzemedaille in weiter Ferne.

Trainer Koch nahm eine Auszeit und forderte die Spieler auf endlich wieder zu spielen. Zusätzlich wechselte es den Torwart aus. Hendrik Mitschke konnte diesmal nicht so glänzen. Tim Carstens erhielt 10 Minuten vor Schluss auch noch eine Chance auf einen längeren Einsatz bei den Deaflympics.

 Bis auf einen 2 Tore Rückstand konnte die deutsche Mannschaft noch heran kommen. Mehr war heute einfach nicht drin. Am Ende war es ein verdienter 26:22 Sieg für Kroatien.

Tore für Deutschland: Sebastian Klein (7); Nils Erdmann (6); Sven Lauckner (1); Sönke Petersen (2); Felix Werling (1); Philipp Bayer (2); Timo Everding (2) und Dominik Götz (1)

Bericht: Peter Fiebiger, Fotos: Pit Schöler

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