Die letzte Medaille für Deutschland war noch einmal Gold und das nicht unerwartet.

Gehörlose Weltsportlerin des Jahres, Dr. Nele Alder-Baerens, die in den vergangenen zwei Jahren Rekorde gesammelt hatte, nicht zuletzt im 100km Lauf, war als herausragende Läuferin die Favoritin für den Marathon.

Obwohl sie im 10.000m Lauf den Titel an die Chinesin Chunhua Yang abgab, war dort der Vorsprung so knapp, dass man davon ausgehen konnte, dass Alder-Baerens lediglich ein bisschen zu lange gewartet hatte, bevor sie das Tempo anzog.

Im Marathon, der sie zweimal am Mannschaftshotel vorbeiführte, lief sie von Anfang an ganz vorn und ließ sich von den Herren mitziehen. 

Im Vorfeld hatte sie bereits berichtet, dass der Marathon nach ihrem ersten 100km Lauf sich weniger mächtig anfühlt und erklärte lachend, dass sie nach 50km gedacht hatte „jetzt ist es nur noch ein Marathon“.

Erwartungsgemäß ließ Alder-Baerens daher in ihrem letzten Deaflympics Wettkampf die Frauen-Konkurrenz weit hinter sich und auch das Gros der Männer.

Es gelang ihr zwar nicht, ihren eigenen Weltrekord zu überbieten, aber sie lief mit 2:51.19 neuen Deaflympicsrekord, brach den Rekord über 20 und 30km sowie über die Halbmarathonstrecke.

Gold für Nele Alder-Baerens und ein Sprung nach vorn im Medaillenspiegel für Deutschland.

Bericht: Katja Kluttig, Fotos: Pit Schöler

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