Die ersten Tage der Deaflympics waren für die deutsche Mannschaft enttäuschend. Sicher geglaubte Medaillen blieben aus und der kurzfristige Ausfall einiger Leistungsträger machte sich deutlich bemerkbar.

Das erste Edelmetall holte schließlich die erst 17jährige Deaflympics-Debütantin Melanie Stabel im Sportschießen. Im 3-Stellungskampf gewann sie mit 445.9 Ringen Silber hinter der Russin Dina Droganova (452.5) und vor deren Teamkollegin Daria Bulavina (429.9).

Im Bowling stand die nächste Medaille an. Dem Herren-Doppel Andreas Schwarz/Sebastian Klotz gelang es die Front der Koreaner aufzubrechen und Silber zu holen. Im Halbfinale knackten sie das Team Korea 2. Im Finale gegen Korea 1 reichte es leider nicht ganz für den Titel.

Die dritte Medaille holte Siebenkämpferin Felicitas Merker. Mit 4023 Punkten erreichte sie ihr Ziel, einen Medaillengewinn bei den Deaflympics. Erste wurde Deaflympics-Rekordhalterin Anastasia Klechkina aus Russland mit 4911 Punkten vor Kateryna Potapenko aus der Ukraine mit 4203 Punkten.

Auch Langstreckenläuferin Dr. Nele Aldert-Baerens gelang der Sprung aufs Treppchen und das nur sehr knapp an Gold vorbei. Mit Sekundenbruchteilen Abstand holte sie im 10.000m Lauf Silber mit einer Zeit von 37:31.81 hinter der Chinesin Chunhua Yang mit 37:31.66. Dritte wurde Daria Gaynetdinova aus Russland mit 38:28.91.

Colin Müller gewann die zweite Medaille der Schützen. Im 3-Stellungskampf holte er Bronze mit 429.5 Ringen hinter dem Koreaner Changhoon Choi (443.0) und Thomas Mösching (438.6) aus der Schweiz.

Und dann gab es endlich Gold und erneut bei den Schützen. Melanie Stabel, die bereits im 3-Stellungskampf Zweite geworden war, legte im Luftgewehrwettbewerb noch einmal nach und holte mit neuem Weltrekord den Titel im Finale mit 205.4 Ringen. Zweite wurde Violeta Lykova aus der Ukraine mit 204.0 Ringen. Bronze holte die Ungarin Mira Biatovszki.

Die Radsportler waren in den ersten Rennen ihrer Favoritenrolle nicht gerecht geworden. Starker Wind und Materialprobleme machten den Athletinnen und Athleten zu schaffen. Im letzten Wettkampf, im Kriterium, gelang es Isabelle Boberg dann aber doch noch die erhoffte Medaille zu gewinnen: sie holte Bronze hinter der Venezolanerin Ludy Correa Nava und der Chinesin Xiaowen Xu.

Eine weitere Goldmedaille gewann der Golfer Allen John, der schon im vergangenen Jahr bei den Weltmeisterschaften in Kopenhagen den Titel geholt hatte. Im Finale traf er auf den Vizeweltmeister aus Großbritannien, Paul Daniel Waring und schlug ihn in einer ausgeglichenen und bis zum Schluss spannenden Partie.

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